Das Stagflations-Gespenst geht um! - Inflation in Deutschland über 4% im September - Erinnerungen an die 1970-er Jahre werden wach - Noch keine ‚Zweitrundeneffekte’ - Kennen Sie die ‚Schrumpfflation‘?

Das Stagflations-Gespenst geht um! - Inflation in Deutschland über 4% im September - Erinnerungen an die 1970-er Jahre werden wach - Noch keine ‚Zweitrundeneffekte’ - Kennen Sie die ‚Schrumpfflation‘?

‚Die 4%-Marke ist geknackt: Im September stieg die Inflation in Deutschland erstmals seit 1993 über dieses Niveau. Damals lag die Inflation bei 4.3%, derzeit sind es 4.1% (im Jahresvergleich). Treiber des Preisauftriebs sind vor allem die stark steigenden Energiepreise. Viele Ökonomen (und auch die Notenbanken) halten zwar die hohe Teuerung nur für temporär, aber die Liste der Skeptiker wächst! Viele Ökonomen weisen mittlerweile auf eine strukturelle Erhöhung der Inflation hin, die Phase der ‚Disinflation‘ (sinkende und dann tiefe Inflationsraten bei gleichzeitigem positiven Wirtschaftswachstum) wäre damit zu Ende!‘, stellt Finanzprofi Stefan Kühn von der Musical and More, Duisburg, fest.

‚Problematisch wird die Sache dadurch, dass nun die wirtschaftliche Dynamik nachlässt: hohe Inflation bei schwachem Wachstum! Dieses Phänomen nennen Ökonomen ‚Stagflation’! Der Begriff setzt sich zusammen aus den Worten (wirtschaftliche) „Stagnation“ und „Inflation“. Der Begriff soll vom britischen Schatten-Finanzminister Iain Macleod Ende der 1960-er Jahre p öb geprägt worden sein. Damals litt Großbritannien ganz besonders unter der Stagflation. Die Bekämpfung der Stagflation ebnete anfangs der 1980-er Jahren den Weg von Ronald Reagan und Margaret Thatcher an die Macht!

Eine Stagflation entsteht durch Angebotsschocks. Das sind unvorhergesehene Ereignisse, die das Angebot an bestimmten Waren schlagartig verringern. 1973 etwa verringerten die OPEC-Staaten auf Grund des Jom-Kippur-Krieges im Nahen Osten die Ölförderung. 1979/1980 folgte ein weiterer Ölpreisschock mit noch drastischeren Effekten als Resultat der islamischen Revolution im Iran.

Weil die Nachfrage aber gleich blieb, stiegen folglich die Preise für das knapper gewordene Öl. Zwar spielten hier auch nicht-rationale Faktoren eine große Rolle, so dass der Ölpreis sich binnen eines Jahres vervielfachte, aber als Effekt erhöhte sich in allen Industriestaaten die Inflationsrate. Schließlich galt damals wie heute, dass viele andere Branchen vom Öl abhängig waren. In Deutschland etwa wuchs die Teuerung auf 7,1%!

Auch dieses Mal spielt der Anstieg der Energiepreise eine wichtige Rolle! Dazu gesellen sich noch die Effekte aus den Störungen der globalen Lieferketten, sowie die Erhöhung der Mehrwertsteuer!‘, erklärt Finanzexperte Stefan Kühn, Vorstand der Autark AG, Duisburg.

‚Besonders gefährlich und hartnäckig wurde die Stagflation in den 1970-er Jahren durch die sogenannten ‚Zweitrundeneffekte‘, das waren Reaktionen (sozialdemokratischer resp. sozialistischer) Politiken auf die Stagflation. In diesem Falle Lohnanpassungen zum Inflationsausgleich. Dies wiederum heizte die Inflation weiter an und führte dann zu einer Lohn-Preis-Spirale, die anfangs der 1980-er Jahre durch eine extrem restriktive Geldpolitik der US-Notenbank unter Paul Volcker schmerzhaft kuriert wurden musste (Volcker erhöhte die kurzfristigen Zinsen in der Spitze auf bis zu 13% (!).

Dieses Mal müssen die Notenbanken einen anderen Weg einschlagen, denn die schuldenbeladene Weltwirtschaft dürfte einen starken Zinsanstieg nicht verkraften. Rekordhohe Arbeitslosigkeit, Rezession und ein bedrohliches Schwanken der Schuldentürme wären die Folge! Eine unangenehme Situation für alle Beteiligten!‘, stellt Finanzprofi Stefan Kühn von Musical and More AG, Duisburg fest.

Kennen Sie die ‚Schrumpfflation‘?

‚Jedem aufmerksamen Käufer von Lebensmittel ist sie bereits aufgefallen und begegnet: die ‚Schrumpfflation‘ (engl. ‚shrinkflation‘ aus ‚shrink‘ und ‚inflation‘). Dieser Begriff bezeichnet das Phänomen, dass der Preis der Produkte zwar gleichbleibt, aber die Größe der Packung kleiner wird. Die Tomatensauce kommt im praktischen 710 ml-Format (früher 750 ml) daher, der koffeinhaltige Softdrink in der 0.45 Liter PET-Flasche (ehemals 0.5 Liter), das Müsli bringt es noch auf eine Packung mit 450 g. Vielfach geschickt gemacht, da die Packungsgrösse gleich bleibt. Falls Sie sich also jemals gewundert haben, wieso da soviel Luft in der Verpackung ist!‘, resümiert Finanzexperte Stefan Kühn, Vorstand der Autark AG, Duisburg

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