‚Inflations-Korrektur’ an den Börsen! – Don‘t fight the FED!

‚Inflations-Korrektur’ an den Börsen! – Don‘t fight the FED! - Wie der Januar, so das ganze Jahr? - Inflationsbekämpfung als neues ‚Narrativ‘ - Die Inflations-Falken erwachen - steigende Zinsen sind Gift für (zu) hohe Bewertungen! - … und Insiderverkäufe! – Bremsmanöver des Fed und sein geldpolitisches Dilemma! – Wirtschaftsabschwächung als Rettung? - Was sagt uns das Gold?

‚Am deutschen Aktienmarkt gehen die Anleger vor dem Wochenende des 22./23.1. kein Risiko ein und trennen sich von Aktien im großen Stil. Neben der Angst vor steigenden Zinsen droht mittlerweile der Konflikt mit Russland zu eskalieren. Der DAX hat deshalb am 21. Januar gleich mehrere wichtige Unterstützungen gebrochen und schließt bei 15’604 Punkte – über 308 Zähler tiefer als am Vortag!

Schlimmer erwischte es alle 3 großen US-Indizes. Diese sinken bereits die 3. Woche in Folge und verloren allein in der Woche vom 17. Januar knapp 8%! Die Anleger sind hier besorgt über die Aussicht höherer Zinsen und deren Auswirkungen auf die Bewertungen! So beenden der S&P 500 und der Nasdaq die schlimmsten Wochen seit März 2020! Der Dow Jones erlitt den größten wöchentlichen Einbruch seit Oktober 2020. Die Kryptowährungen verloren durchs Band bis zu 13%! Viele Investoren positionieren sich also neu: ‚Don’t fight the FED‘ (wir haben berichtet!) gilt auf dem Weg nach oben - aber auch nach unten!

‚Buy the dip’ funktioniert nicht mehr!
Auch die ‚Buy the dip‘-Regel (wir haben berichtet!) funktioniert nicht mehr! Immer mehr Investoren geben diese Strategie auf angesichts der Welle von Verkäufern! Auch erste Anlagestrategen empfehlen von dieser Tradingstrategie momentan abzusehen!

Wie ist das gemeint? Im von üppiger Notenbankliquidität getriebenen Boom seit Ende März 2020 lohnte es sich für Anleger jeweils, jeden noch so kleinen Rückschlag (‚Dip‘) zu kaufen. Nach kurzer Zeit erreichten die Indizes jeweils neue Rekorde. Dieses Muster ist nun durchbrochen: Seit einigen Tagen nutzen die Marktteilnehmer die periodischen Erholungsrallys, um Aktien abzustoßen. Beispielhaft zeigte sich dies am 20. Januar, als der Nasdaq 100 im Tagesverlauf zunächst mehr als 2% zulegte, eine Stunde vor Börsenschluss aber drehte und mit einem Verlust von 1,3% aus dem Handel ging!

‚Wie der Januar, so das ganze Jahr!‘ besagt eine bekannte Börsenregel (wir haben berichtet!). Nach diesem Auftakt ins Neue Jahr wäre also mit einem schwachen Jahr an den Börsen zu rechnen!‘, fasst Finanzexperte Stefan Kühn, Vorstand der Autark AG, Duisburg, das Geschehen zusammen.

Das neue Inflations-Narrativ ist angekommen!
‚Die Erklärung für dieses Marktverhalten ist, das das neue ‚Narrativ’ der Inflationsbekämpfung bei den Investoren angekommen ist! Als Narrativ wird seit den 1990er Jahren eine sinnstiftende Erzählung, Erklärung oder ein Gedankengerüst bezeichnet, das Einfluss hat auf die Art, wie die Umwelt wahrgenommen wird. Es transportiert Werte und Emotionen, unterliegt dem zeitlichen Wandel und löst Handlungen aus!

Manifest wird dieses neue Narrativ u.a. durch Aussagen der designierten Fed-Vizevorsitzenden Lael Brainard. In Anhörungen vor dem Kongress am 13. Januar sagte Brainard, die geldpolitisch als ‚Taube’ gilt (‚Inflationstauben’ sind Ökonomen, die Inflation weniger hoch werten als Arbeitslosigkeit): ‚Die Reduktion der Inflation ist jetzt die wichtigste Aufgabe des FED!‘

Präsident Biden doppelte am 19. Januar nach mit den Worten: ‚Die entscheidende Aufgabe, dafür zu sorgen, dass sich die erhöhten Preise nicht festsetzen, liegt bei der Federal Reserve. Angesichts des Tempos der jüngsten Preissteigerungen ist es angebracht, die jetzt notwendige Unterstützung neu zu kalibrieren.‘

Hier kommt also die politische Komponente ins Spiel! Wie der Analyst Jim Bianco vorrechnet, besitzen 40% der Amerikaner/innen ein Vermögen von weniger als USD 1’000, sie wohnen zur Miete und leben von der Hand in den Mund, viele davon sind alleinerziehende Mütter. Für sie sind 7% Inflation heute genauso desaströs wie damals vor 43 Jahren! Und diese Amerikaner/innen sind die Kernwählerschaft der Demokraten!

Die maue Inflationsbekämpfung wurde Carter bekanntlich zum Verhängnis: er verlor in einem Erdrutschsieg gegen den ‚Falken‘ Ronald Reagan (Reagan gewann 489 von 538 Wahlmännern!)! Joe Biden erinnert sich nur zu gut! Außerdem stehen im Herbst die sogenannten Mid-Term-Wahlen an und in 2 1/2 Jahren bereits wieder die Präsidentschaftswahlen (‚Nach der Wahl ist vor der Wahl‘ im amerikanischen Politsystem!). Dies ist immer ein Test für die Politik des Präsidenten!‘, so Finanzprofi Stefan Kühn von der Musical and More, Duisburg.

‚Noch deutlicher äußerte sich Raphael Bostic, Präsident der Federal Reserve Bank of Atlanta – er ist allerdings 2022 nach dem üblichen Turnus nicht mehr stimmberechtigt im FOMC (über die Struktur, Organisation und Aufgabenteilung des Federal Reserve Systems der USA werden wir noch berichten!). Er sagte am 11. Januar in einem Interview mit Reuters: Das Fed müsse USD 1.5 Bio. an überschüssiger Liquidität aus dem System pumpen (das sind 17% der FED-Bilanzsumme) und sollte rasch beginnen, seine Bilanz monatlich um USD 100 Mia. zu verkürzen.
Somit wäre das in Aussicht gestellte Tempo der Liquiditätsverknappung deutlich höher als im letzten Drosselungszyklus 2013 bis 2019!‘, hält Finanzexperte Stefan Kühn, Vorstand der Autark AG, Duisburg, fest.

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Stefan Kühn
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