Wahrnehmung und Verzerrungen – Bias, Aversionen, Fehler und kognitiven Dissonanzen! (Teil 1) – Wir identifizieren und erklären die wichtigsten Wahrnehmungsverzerrungen und was man dagegen machen kann! – Die Botschaft entsteht beim Empfänger!

Wahrnehmung und Verzerrungen – Bias, Aversionen, Fehler und kognitiven Dissonanzen! (Teil 1) – Wir identifizieren und erklären die wichtigsten Wahrnehmungsverzerrungen und was man dagegen machen kann! – Die Botschaft entsteht beim Empfänger! -
Für erfolgreiches Investieren an den Finanzmärkten ist erfolgreiches ‘Management’ dieser Wahrnehmungsverzerrungen essenziell!


‘Die Botschaft entsteht beim Empfänger! ’ postulierte der Kommunikationspsychologe Friedemann Schulz von Thun. Das bedeutet aber auch, dass die Wahrnehmung durch Wahrnehmungsverzerrungen, sogenannte Bias’, verzerrt werden kann. Die Kenntnisse der wichtigsten dieser Bias’ ist elementar für die richtige Analyse, aber auch für Selbstkontrolle und Selbstkorrektur, vor allem wenn es darum geht, erfolgreiche Entscheide an der Börse zu treffen.

Diese Wahrnehmungsverzerrungen sind prinzipiell nichts Schlechtes, haben sie dem Menschen doch erlaubt, über die letzten Tausenden von Jahren erfolgreiche soziale Strukturen zu etablieren und Fortschritte zu machen. So ist z.B. in Krisensituationen der Autoritätsbias überlebenswichtig, damit schnell und effektiv auf die drohende Gefahr reagiert werden kann und so das Überleben der Gruppe sichergestellt werden kann. Für erfolgreiches Investieren an den Finanzmärkten ist dies allerdings hinderlich!
Wir unterscheiden bei den Wahrnehmungsverzerrungen zwischen Bias (englisch für Voreingenommenheit), Aversionen, Illusionen, Fehlern und kognitiven Dissonanzen. Diese Begriffe sind der Psychologie entnommen und finden dort auch ihre häufigste Anwendung. Wir stellen bei unserer Darstellung auf die Relevanz dieser Phänomene auf das erfolgreiche Investieren ab!

Vor allem durch die Verhaltensökonomie (Behavorial Finance) haben Kenntnis und Analyse dieser Wahrnehmungsverzerrungen massiv an Bedeutung gewonnen, so zur Erklärung von ‘irrationalen’ Phänomenen an den Finanzmärkten (u.a. Spekulativen Blasen). Gemäß der Theorie der rationalen Erwartungsbildung dürften sich nämlich solche Blasen gar nicht bilden! Denn Investoren sollten eigentlich rational handeln, … eigentlich!‘, fasst Finanzexperte Stefan Kühn, Vorstand der Autark AG, Duisburg, zusammen.

Der Bestätigungsfehler
‚Beginnen wir mit dem Bestätigungsfehler, auch ‘Confirmation Bias’ genannt. Dieser beruht auf einer ganz speziellen menschlichen Schwäche: viel zu gerne sehen Menschen ihre eigene Überzeugung durch andere bestätigt!

Statt also durch detaillierte und unabhängige Analyse vorhandener Informationen möglicherweise die eigene Grundannahme verwerfen zu müssen, wollen wir lesen, dass wir recht haben! Das führt dazu, dass bereits unter einem gewissen Filter bestimmte Informationen ausgewählt, passende Argumente für die eigene Wahrnehmung gefunden werden. Nach widersprechenden Belegen wird gar nicht erst gesucht, bestehende Annahmen werden so bestärkt.

Dieser Bias erklärt auch das Phänomen, dass 2 Forscher beim gleichen Datensatz zu diametral anderen Ergebnissen kommen (wir werden zu diesem Thema noch detaillierter berichten)!

Bei Anlegern treibt der Bestätigungsfehler seltsame Blüten. So wird bei der Analyse einer Aktie nur die Technologie und das Produkt hervorgehoben und die hohe Bewertung und die Unternehmenszahlen aber ausgeblendet! Oder bei einer Aktie, die man schon lange kaufen wollte, sieht man nur die hohe Dividendenrendite und das niedrige KGV. Dies ist eine typische Anlegerfalle! Denn vielfach ist die Aktien zwar günstig, aber dann bricht der Gewinn ein - ein typisches Risiko bei zyklischen Aktien!
Dem Bestätigungsfehler unterliegen Menschen auch dann, wenn sie Vorurteile haben, und diese sich im Zeitablauf sogar noch verstärken. Wer beispielsweise von Bitcoin
überzeugt und investiert ist, liest nur die positiven Analysen und bestätigt sich selbst! Und wenn man dann noch Erfolg hat, dann kann eine ‚Kontrollillusion’ entstehen!‘, erklärt Finanzprofi Stefan Kühn von der Musical and More AG, Duisburg.

Der Rückschaufehler (Hindsight Bias)
‚Menschen neigen dazu, ihre eigene Fähigkeit überzubewerten, Ereignisse vorherzusagen und Sachverhalte zu durchschauen. Das führt dann zu solchen Aussagen wie ‘Ich wusste es von Anfang an! ’ oder ‘Das war doch klar, das konnte nichts werden! ’ mit denen sich diese Person eine fast prophetische Gabe zuschreibt.

Interessanterweise hat sie im Vorfeld dennoch nichts unternommen, um das – negative - Ereignis abzuwenden. Das hängt damit zusammen, dass diese Person die eigenen Vorhersagen in ihrer Erinnerung stark verfälscht.

Der Selektionseffekt (Selection Bias)
Ein Selektionseffekt tritt ein, wenn methodisch unsauber gearbeitet wird. Denn bei der Stichprobenentnahme geht es um unterschiedliche, zufällige Stichproben. Durch einen systematischen Fehler ist die Stichprobe jedoch nicht mehr repräsentativ.

Das führt dazu, dass die Merkmale nicht mehr so verteilt sind, wie sie es in Wirklichkeit sind. Die Wahrscheinlichkeit, in der Dortmunder Innenstadt eine neutrale und repräsentative Aussage über Deutschlands beliebtesten Fußballverein zu bekommen, ist eher gering!‘, stellt Finanzprofi Stefan Kühn von der Musical and More AG, Duisburg, lachend fest.
‚In gewisser Weise kann sich unsere Titelauswahl also in einer Filterblase vollziehen, die wir zum Beispiel von den sozialen Medien kennen. Wir folgen Gleichgesinnten, tauschen uns mit ihnen aus, bestätigen uns fortwährend in unserer eigenen Meinung.
Schlussendlich scheint der Selektionsbias auch in eine selbsterfüllende Prophezeiung (‚Self Fulfilling prophecy‘) – und einen Bestätigungsbias – zu münden.

Abhilfe schafft hier, wenn man mit Investoren in Kontakt tritt, die andere Meinungen vertreten. Man muss diese Meinungen natürlich nicht gleich übernehmen! Aber man kann sich daran orientieren, Argumente herausfiltern, sich kritisch damit auseinandersetzen, diese annehmen oder verwerfen! Dies führt immer zu einer Horizonterweiterung!

Wenn der eigene Bestätigungsbias nicht bestätigt und die ‘Filterblase’ von außen aufgestochen wird, stellt man das eigene vorgestanzte Urteil möglicherweise in Frage!‘, empfiehlt Finanzexperte Stefan Kühn, Vorstand der Autark AG, Duisburg.

Stefan Kühn

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Stefan Kühn
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